Die Kombination aus Schokolade und Evonik-Preis begeisterte
geschrieben von Bolle (15. Februar 2017)

Am 6. Februar 2017 lud das JCF Münster zur Verleihung des Evonik-Preises im Hörsaalgebäude der chemischen Institute ein, in dessen Rahmen hervorragende Leistungen während der Master- und Doktorarbeit gewürdigt werden sollten. Auch in diesem Jahr war die Zahl und Qualität der Bewerbungen hoch und dank der engagierten Jury, bestehend aus ProfessorInnen der verschiedenen Institute des Fachbereichs konnten zwei junge Naturwissenschaftler ausgezeichnet werden.

Preisträger waren Florenz Buß (AG Dielmann, Master) und Andreas Rühling (AK Glorius, Promotion), die mit ihren wissenschaftlichen Beiträgen überzeugten. Florenz Buß beschäftigte sich in seiner Masterarbeit mit elektronenreichen Phosphinen und Lewis-Säure-Base-Addukten mit Kohlenstoffdioxid (J. Am. Chem. Soc., 2016, 138, 1840–1843), welche nicht nur neue Türen im Bereich der Katalyse öffnen, sondern auch aktuelle Umweltaspekte zur CO2-Speicherung ansprechen. Ein ebenso spannendes Thema hatte Andreas Rühling, der grundlegende Entdeckungen im Bereich der N-heterocyclischen Carbene (NHC) auf Goldoberflächen (Nature Chemistry, 2017, 9, 152–156) und in mizellaren Systemen machte, wodurch neue katalytische Eigenschaften erzeugt werden können.

An dieser Stelle möchte sich das JCF Münster ganz herzlich bei Evonik für das Sponsoring der Preise und die Zusammenarbeit bedanken.

V.l.n.r. Dr. Fabian Dielmann (Uni Münster), Stephanie Meyer (JCF Münster), Prof. Klaus Roth (FU Berlin), Andreas Rühling (AK Glorius), Florenz Buß (AG Dielmann), Sebastian Lamping (JCF Münster), xy (Evonik Industries), Joshua Fuchs (JCF Münster)

V.l.n.r.: Dr. Fabian Dielmann (Uni Münster), Stephanie Meyer (JCF Münster), Prof. Klaus Roth (FU Berlin), Andreas Rühling (AK Glorius), Florenz Buß (AG Dielmann), Sebastian Lamping (JCF Münster), Dr. Christoph Weckbecker (Evonik Industries), Joshua Fuchs (JCF Münster)

Im Anschluss an die Preisverleihung wurde der Festvortrag von Prof. Roth von der FU Berlin zum Thema “Schokolade – ein chemischer Sinnesrausch” gehalten. Wie angekündigt gab es leckere Kostproben aus Peru und Venezuela, welche aber selbstverständlich wissenschaftlich genutzt wurden, um nachhaltig auch in Zukunft den aktiven Genuss von Schokolade der Zuhörer zu verbessern. Der vollständig gefüllte Hörsaal wurde schon bald in den Bann des unterhaltsamen und lehrreichen Vortrags gezogen, bei dem es neben der Geschichte des Kakaos natürlich auch um die Chemie ging. Neben den chemischen Reaktionen Reaktionen bei den Reife- und Röstungsprozessen ging es auch um das Conchieren und nicht zuletzt um Kristallstrukturen. Kristallstrukturen? Prof. Roth zeigte eindrucksvoll, dass die genießbare, glänzende Schokolade in ihrer Modifikation V vorliegt, obwohl die thermodynamisch stabilere Form die Modifikation VI ist. Einmal aufgewärmte und wieder abkühlende Schokoladenmasse ist gar nicht so leicht in Form V zu überführen, dies gelingt nur durch sorgfältiges Temperieren. Auch die insbesondere historisch interessante aphrodisische Wirkung von Schokolade auf den Menschen wurde dem Publikum erklärt. Prof. Roth wusste alle interessierten Zuschauer zu begeistern und wir bedanken und uns bei ihm für seinen mittlerweile dritten Vortrag beim JCF Münster, denn neben Currywurst und Bier ist Schokolade (nachgewiesenermaßen) gerade in der Prüfungszeit unabdingbar.

Prof. Klaus Roth war bei seinem spannenden Vortrag über Schokolade voll in seinem Element.

Prof. Klaus Roth war bei seinem spannenden Vortrag über Schokolade voll in seinem Element.

geschrieben von Bolle Bauer und Stephanie Meyer

(c) Die Fotos wurden von Joshua Fuchs zur Verfügung gestellt.


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